Walk & Talk Schokolade am 18.05.2026
Unter Anleitung von Dr. Maximilian Held vom Bayerischen Förderkreis von Oikocredit haben sich knapp 30 Teilnehmer auf einen Spazierweg durch Markt Erlbach gemacht mit dem Ziel, etwas über Kakao und Schokolade zu erfahren.
Wir haben vieles gelernt bei diesen 5 Stationen: Zum Beispiel, dass der Kakao ursprünglich aus Mittelamerika stammt, die Hauptanbaugebiete aber heute im westlichen Afrika sind (vor allem Elfenbeinküste und Ghana), wo in der Kolonialzeit große Plantagen angelegt wurden. Was zunächst wirtschaftlich gut klingt, hat aber große Probleme in diesen Ländern zur Folge: In der Elfenbeinküste wurden 90 % des natürlichen Waldes für die Monokulturen gerodet. Und insgesamt werden insbesondere in Westafrika rund 1,5 Millionen (!) Kinder zur Kinderarbeit in der Kakaoproduktion missbraucht.
Während 60 % der Kakaoproduktion aus Afrika stammen, wird das Endprodukt Schokolade zu 50 % in Europa und zu 30 % in Nordamerika verzehrt. Die meisten Kakaobauern in Afrika und Lateinamerika haben dagegen noch nie in ihrem Leben eine fertige Schokolade genießen können. Sie erhalten vom Endpreis im Laden im Schnitt nur 12 Cent, obwohl sie einen Großteil der Arbeit und der wirtschaftlichen Risiken tragen müssen. Ihr Einkommen reicht oft kaum zum Überleben aus.
Wir durften auf unserem Spaziergang aber auch lernen, was gegen solche Probleme hilft: Der Faire Handel verhindert Kinderarbeit durch existenzsicherndes Einkommen für die Kleinbauern, er bekämpft die negativen Folgen von Monokulturen und Klimawandel durch gemischte Agrokulturen mit Schattenbäumen und biologischem Anbau. Und die fair erzeugte Schokolade schmeckt auch noch gut: Davon konnten sich die Teilnehmer bei einer Verkostung von 14 verschiedenen fairen Schokoladen überzeugen. In unserem kleinen und nicht repräsentativen Wettbewerb schnitten die Rapunzel „Krachnuss“ Vollmilchschokolade mit Haselnüssen und die Gepa „Earl Grey Blanc“ am besten ab. Aber letztlich kann jede und jeder eine Lieblingsschokolade finden, denn die Auswahl ist riesig und geht bis zu 100 % Kakao-Gehalt bei einer CO2-neutral erzeugten Schokolade, für die der Kakao mit einem Segelschiff nach Europa gebracht wird und von den Häfen mit Lastenfahrrädern in die Läden kommt. Woran erkennen Sie nun eine Faire Schokolade? Zum einen gibt es das bekannte Fairtrade-Logo, zum anderen einzelne Marken wie die Gepa und Rapunzel, die ausschließlich fair erzeugte Schokolade haben. Diese Produkte finden Sie natürlich in Weltläden, aber auch in vielen Supermärkten und Naturkostgeschäften.
Stand am Adventsmarkt der Fairtrade Steuerungsgruppe
FAIRES Frühstück im Bürgerhaus zum Löwen
Genussvoll, gerecht und gemeinsam: Erstes faires Frühstück in Markt Erlbach ein voller Erfolg
„Selten so gut gefrühstückt“, „super lecker“, „ganz wunderbar“ – so und ähnlich klang es am Samstagvormittag, den 20. September 2025, im Bürgerhaus Markt Erlbach. Der Grund: Zum ersten fairen Frühstück der Markt Erlbacher Fairtrade-Steuerungsgruppe hatten sich rund 30 Gäste eingeladen lassen – und diese zeigten sich restlos begeistert.
Schon beim Eintreten fiel der Blick auf liebevoll herbstlich dekorierte Tische und ein Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen ließ. Organisiert und ausgerichtet wurde die Veranstaltung von der Fairtrade-Steuerungsgruppe Markt Erlbach, die mit viel Engagement und Herzblut dafür sorgte, dass nicht nur der kulinarische, sondern auch der gedankliche Genuss nicht zu kurz kam.
Musik, Botschaft und ein Hauch von Utopie
Eröffnet wurde das Frühstück musikalisch: Noemi Bien und Arne Limper stimmten den Song Imagine von John Lennon an – eine eindringliche Einladung, sich eine gerechtere Welt vorzustellen. Genau diese Vision – eine Welt ohne Ausbeutung, mit fairen Chancen für alle – ist auch das zentrale Anliegen der Fairtrade-Bewegung.
Markus Hunger, Vorsitzender der Steuerungsgruppe, begrüßte die Gäste herzlich und erklärte in seiner kurzen Einführung, worum es bei der Aktion geht: ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass unser täglicher Konsum Auswirkungen hat – hier bei uns ebenso wie auf der ganzen Welt. Wer fair, regional und biologisch einkauft, unterstützt nicht nur heimische Erzeuger, sondern wirkt auch global gegen Ausbeutung, Fluchtursachen und den Klimawandel.
Frühstück mit Verantwortung – und Geschmack
Wie vielfältig und köstlich fair gehandelte und regionale Lebensmittel sein können, davon konnten sich die Gäste ganz praktisch überzeugen. Auf dem Buffet fanden sich regionale Wurst- und Käsespezialitäten, Brot und Brötchen von der Bäckerei Schindler direkt gegenüber, selbstgemachte Marmeladen und herzhafte Aufstriche, verschiedene Müslis, frisches Obst, hausgemachte Kuchen und Gebäck – natürlich alles mit fair gehandeltem Zucker, regionalem Mehl, Eiern und Milch zubereitet. Wer wollte, bekam sein Frühstücksei sogar frisch zubereitet.
Nicht fehlen durften dabei selbstverständlich fair gehandelter Tee und Kaffee – letzterer aus dem Kolping-Projekt Tatico, das für direkte Handelsbeziehungen und transparente Strukturen steht.
Inspiration für Kopf und Herz
Nach dem ersten Frühstücksgang durften sich die Gäste noch einmal auf eine musikalische Einlage freuen – mit Liedern, die nicht nur ein Ohrenschmaus waren, sondern auch zum Nachdenken anregten.
Einen weiteren Beitrag zum Rahmenprogramm leistete das Team der evangelischen öffentlichen Bücherei mit einem kleinen, feinen Büchertisch rund um die Themen Nachhaltigkeit, fairer Handel und Umweltschutz. Gegen Ende las Beate Pfänder einige ausgewählte Passagen aus passenden Büchern vor und machte damit Lust aufs Weiterlesen.
Ergänzt wurde das Angebot durch Infomaterial, Plakate und kleine Giveaways – ideal, um das Thema auch mit nach Hause zu nehmen.
Rundum gelungen – mit Lust auf mehr
Zwischen Musik, Literatur und Frühstücksgenuss blieb natürlich auch Zeit für Gespräche. Die Stimmung war offen und herzlich, der Austausch lebendig – genau so, wie es sich die Veranstalter erhofft hatten.
Sowohl Gäste als auch Helferinnen und Helfer zeigten sich am Ende rundum zufrieden mit dieser Premiere. Die Fairtrade-Steuerungsgruppe bedankt sich herzlich bei allen, die zum Gelingen beigetragen haben – durch Mitwirkung, Spenden, Ideen oder einfach durch ihre Anwesenheit.
Fazit: Ein rundum gelungener Vormittag, der gezeigt hat: Fairer Konsum kann nicht nur Sinn machen – sondern auch richtig gut schmecken
Mango Party
mit anschließendem Verkauf von Mango Produkten in der Bücherei
Fashion Challenge
Anlässlich des 10-jährigen Jubiläum des Kleiderstübchen veranstaltete die Fairtrade Steuerungsgruppe eine Fashion Challenge. Es durften 4 Schaufensterpuppen mit Kleidung aus dem Kleiderstübchen dekoriert werden. Die Teilnehmer dessen Puppe die meisten Likes erhalten hat, haben einen Kino Gutschein gewonnen.
Faire Steinschlange